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Images: EmblemIZF.jpgImages: Emblem dunkel.jpgGuten Tag, dies ist die Homepage des
Internationalen Zentrums Friedberg e.V.

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Liebe BesucherInnen unserer Internetseite

Momentan gibt es sehr viele aktuelle Aktionen und Informationen des IZF. Wenn Sie ein bestimmtes Thema suchen, wie z.B. Integrationslotsen, die internationalen Spielefeste, Mustafa Alcali, Termine (Rechtsberatung und Mitgliederversammlungen) oder Flüchtlinge bitte weiter nach unten auf dieser Seite gehen. Auf der linken Seite dieser Homepage haben Sie direkten Zugang zu alngfristigen Infos und Unterlagen wie Satzung, Selbstverständnis des Vereins und einen Überblick über die Termine der Rechtsberatung.
Johannes Hartmann

(Artikel zu früheren Spielefesten unter "Mehr lesen")
 
Termine 2010
Termin
Thema der Veranstaltung
 22.9.2010
 (Mitwoch)
 ab 19.30 Uhr

Mitgliederversammlung

Vorgesehene Tagesordnung:

1. Beteiligung an der Interkulturelle Woche
2. Weitere Aktivitäten
3. Einsatz der Integrationslotsen
4. Verschiedenes

Im Weinhaus Röder in Friedberg, Hanauer Straße 6
LINK: Den Jahresbericht können Sie unter Artikel einsehen
27.10.2010
(Mitwoch)
Jahresmitgliederversammlung

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Beschlussfähigkeit
2. Jahresbericht des Vorsitzenden und 
    Diskussion der Perspektiven
3. Kassenbericht
4. Entlastung des Vorstandes
5. Beteiligung am Weihnachtsmarkt und
    Spende für Pakisten?
6. Verschiedenes
Rechtsberatung
Bitte Anmeldung per e-mail über

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Rechtsberatung jeweils in der Zeit von 19.00 bis 20.15 Uhr in der Bibliothek des katholischen Gemeindehauses (Albert Stohr Haus, Ludwigstraße 34 in Friedberg, linker Eingang)
Bitte absagen, wenn die Anmeldung nicht aufrecht erhalten wird!!!
2.9.2010
(Donnerstag)
Rechtsberatung: Ausländer- und Asylrecht mit Christof Momberger

23.9.10 (Donnerstag)
Rechtsberatung: Arbeits-, Sozial- und Mietrecht mit Gottfried Krutzki



9.internationales Spielefest
9. Internationales Spielefest - Buntes Treiben, bunten Programm
Internationaler Treffpunkt Seewiese
Beeindruckend war bereits am frühen Mittag der erste Blick auf das bunte Treiben auf der Seewiese beim 9. Internationalen Spielefest am Sonntag. Überall tummelten sich Menschen offensichtlich unterschiedlicher Herkunft, die sich mit einem der vielen Spielangeboten beschäftigten, am Fußballturnier teilnahmen, oder sich von Musik und Tanz auf der Bühne fesseln ließen.

Besonderen Andrang gab es an der Rollrutsche des Sportkreises Wetterau. Einige von den kleinen Gästen konnten nicht genug bekommen von diesem „Rodelspaß“ mitten im Sommer. Die vielen weiteren Spielgeräte des Sportkreises boten den ganzen Tag über jedem Abwechslung. Zweite große Attraktion war das Hüpfkissen der Stadtjugendpflege, an dem es den ganzen Nachmittag über heftigen Andrang gab. Und, wegen der Hitze, brauchten natürlich viele immer wieder Abkühlung, die sie sich an der aufgestellten Dusche oder durch Zweckentfremdung einer Pumpfeuerspritze holen konnten. Kinder und Erwachsene fanden auch an vielen Ständen interessante Abwechslung: Das Jugendrotkreuz machte Hintergrunddienst beim Fest und zog die Kleinen mit ihrer Schminkecke und die größeren mit der Besichtigungsmöglichkeit eines Krankentransportwagens inklusive Verfrachtung auf einer Trage an. Der Trommelworkshop der Musikschule mit Christa Möller war wieder im Schatten unter der Blutbuche zu finden, die Schülerhilfe und Sozialarbeiterinnen der Henry-Benrath-Schule boten Quiz und Henna-Tattoos an, an zwei afrikanischen Ständen konnte man sich Zöpfe einflechten lassen und bunte Dinge kaufen und beim Infostand der Aktion Punkt gab es einen Hickelkasten und Geschicklichkeitsübungen mit dem Golfball.

Auch das Kulturprogramm konnte sich wieder sehen lassen. Eröffnet wurde es nach der Begrüßung der Besucherinnen und Besucher durch den Vorsitzenden des IZF, Johannes Hartmann, und den Vorsitzenden des Ausländerbeirates Friedberg, Recep Kaplan durch „Sin Fronteras“ mit südamerikanischen Rhythmen und Gesang. Anschließend waren die Kinder der Kita „Räuberhöhle“ dran mit einem Robotertanz und einem Lied zum Thema Frühling, gefolgt von den Chackalacka-Dancers der Schwarzen 7. Den Tänzerinnen der Alevitischen Gemeinde Friedberg gelang es wieder, viele Gäste zum Mittanzen zu animieren, was bei tropischen Temperaturen schon eine große Herausforderung war. Toni Volkov sorgte mit Akustikgitarre und locker kommentierten Liedern für eine kleine Ruhephase, die spätestens mit dem Auftritt verschiedener Tanzgruppen des alternativen Tanzclubs zu Ende war. Die Tänzer und Tänzerinnen hatten leider etwas mit der Technik zu kämpfen, da die Musik wegen der Hitze ab und zu aussetzte und sie aus dem Takt brachte, was später auch anderen noch so ging. Dem Abspielcomputer war es wohl einfach zu heiß! Doch das tat der Show keinen Abbruch und so wurden Tanz und die bunten Kostüme mit viel Beifall bedacht.

Der Club Dialog setzte den Reigen mit stimmungsvollen russischen Volksliedern und bunten Trachten aus verschiedenen Teilen Russlands fort. Ziel des Clubs ist es, kulturelle Brücken zwischen Deutschen und Menschen russischer Herkunft zu schlagen, wofür die Mitglieder des Clubs bereits seit 5 Jahren mit vielen kulturellen Auftritten gesorgt haben. Auch die Flamencogruppe von Marina Mossel setzte mit den kräftigen rot-schwarzen Kostümen und fetzigen Flamencotänzen bunte Akzente, die gleich anschließend von „Desafinado“ von der Musikschule Friedberg musikalisch fortgesetzt wurden. Die südamerikanischen und spanischen Lieder gingen direkt ins Blut.

Dann kam etwas ganz Neues: Ein türkische Kolobaste-Tanz. Zwei Tänzerinnen und ein Tänzer wirbelten und steppten in unglaublicher Geschwindigkeit abwechselnd und gemeinsam unter anfeuerndem Klatschen der Besucher und unter heftigsten Verrenkungen über die Bühne. Dieser Auftritt war nur kurz durchzuhalten. Deshalb und wegen der fortgeschrittenen Zeit konnte leider keine Zugabe mehr stattfinden, denn nun kam der Höhepunkt des Tages mit einem vielstimmigen afrikanischen Chor mit Begleitung von Trommel und Keyboard: Die „Stimme Afrikas“. Natürlich wurde nicht nur gesungen, sondern auch getanzt und geklatscht und der Chor machte seinem Namen alle Ehre. Für den guten Sound war wieder Robby’s Music Service zuständig, diesmal mit Helge Hosenseidel am Mischpult.

Was wäre Kultur und Spiel ohne die Stärkung des Körpers durch viele und vielfältige Essensstände sowie eine Kaffee-, Kuchen- und Getränketheke, die durch Cocktailangebote besondere Erfrischungen bereit hielt, waren doch Getränke bei den herrschenden Temperaturen um die 30 Grad besonders gefragt.

Fußballbegeisterte Jugendliche verschiedener Altersgruppen konnten ihr Talent bei einem Fußballturnier messen. Diesmal gab es leider nur wenige Anmeldungen, darunter aber 2 Mädchenmannschaften, die dafür umso mehr spielen konnten. Außer Pokalen bekamen alle Mannschaften noch Bälle geschenkt.

Bereits beim Auftritt des afrikanischen Chors gingen besorgte Blicke gen Himmel, der sich zusehends verfinsterte, und als die letzten Töne verklungen waren, blies die erste Gewitterböe die Sonnenschirme durch die Gegend. So kam es, dass zwar die meisten Besucher des Festes noch trockenen Fußes nach Hause kamen, die abbauenden Organisatoren aber auch dieses Jahr wieder ihre obligatorisch Dusche von oben erhielten. Trotzdem gab es nur zufriedene Gesichter, denn es war wieder ein wunderschönes Fest gewesen.

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Auf dem Hüpfkissen war immer viel los und da gab einen tollen Überblick über das Fest
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Wer auf den Bänken keinen Platz fand, setzte sich einfach ins Gras
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Balancieren auf dem Riesen-Pezzi-Ball macht sichtlich Spaß
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Da der Tischfußball der Stadtjugendpflege, der sonst immer mit dem Jugendbus dabei war, nicht kam, gab es Ersatz vom Sportkreis Wetterau
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Die Rollrutsche - Rodelspaß im Sommer
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Alle Spiele wurden ausprobiert von Groß und Klein, wobei letztere erst mal mit den Regeln vertraut gemacht werden mussten
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Den Auftakt des Kulturprogramms machen "Sin Fronteras"
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Was machen die Roboter, wenn sie sich gegenseitig kennen lernen?
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Wie die Igel (rechts) den Frühling kennen lernen
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Die Chackalacka- Dancers der Schwarzen 7
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Der Platz vor der Bühne war meist von Verwandten und Bekannten der auftretenden Gruppen belegt und es wurde ausgiebig fotografiert und gefilmt
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Bei heißen Temperaturen wieder heiß begehrt: Die Pumpfeuerlöscherspritze
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Viel Publikum hatten wieder die farbenprächtigen Tanzgruppen des Alternativen Tanzclubs Bad Nauheim
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Die Tänzerinnen der alevitischen Gemeinde Friedberg bringen nach ihrem Auftritt viele Besucher zum Tanzen
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Von Anfang an dabei: Der Trommelworkshop der Musikschule Friedberg im Schatten der Blutbuche
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Toni Volkov mit besinnlichen Liedern kam vor allem beim jungen weiblichem Publikum gut an




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Der Club Dialog mit bunten traditionellen Gewändern und Volksliedern aus Russland
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Der Flamencogruppe von Marina Mossel, organisiert in Zusammenarbeit von Musikschule Friedberg und VHS Wetterau, macht der Auftritt sichtlich Spaß. Der Auftritt im letzten Jahr musste leider wegen schlechtem Wetter ausfallen
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"Desafinado" hat das Spielefest auch schon mehrfach mit ausgefeilter und mitreißender Musik bereichert und ist der Unterstützung des Spielefestes von Seiten der Musikschule Friedberg zu verdanken
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Anziehungspunkt für viele Jugendliche war die Erkundung des Krankentransportwagens des DRK, das auch dieses Jahr wieder Hintergrunddienst und eine Schminkecke anbot (Glücklicherweise zeigt das Bild keinen Ernstfall. Überhaupt hat es einen solchen im Laufe der Spielefeste noch nie gegeben)
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Warten auf das nächste Fußballspiel...
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... hier in vollem Gange
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Eine Abkühlung zwischendrin tat immer wieder Not
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Auf der ganzen Seewiese ist was los
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Ein furioser Tanz, dieser "Kolobaste" (den Namen habe ich jetzt hier aufgeschrieben, wie ich ihn gehört habe)
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Die "Stimme Afrikas", ein vielstimmiger Chor mit Gesang und Choreografie, zieht die Besucher in seinen Bann
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Auch von den Bänken aus ist das Geschehen auf der Bühne gut zu verfolgen. Dieses Jahr gab es auch genügend Sonnenschirme und Garnituren, die die Firma Hassia kostenlos als Sponsoring zu Verfügung stellte
Keine Abschiebung ins Elend
Wir unterstützen die unten stehende Aktion von Pro Asyl und freuen uns, wenn Sie sich an der Protest e-mail Aktion beteiligen. Einfach auf den Link klicken.

Abschiebungen ins Elend stoppen!

Fußgängerzone in Münster: Hunderte Bürgerinnen und Bürger solidarisieren sich mit den seit Jahren in ihrer Stadt lebenden Roma-Flüchtlingen. Sie wollen nicht zulassen, dass ihre Nachbarinnen und Nachbarn in den Kosovo abgeschoben werden. Mit einer kreativen Fotoaktion in der Fußgängerzone setzen sie ein öffentliches Zeichen des Protestes.
Machen Sie mit!

Liebe Freundinnen und Freunde,
Bundesweit sind etwa 10.000 Roma von Abschiebung bedroht. Mit dem kürzlich unterzeichneten Rückübernahmeabkommen will Deutschland jährlich bis zu 2.500 Menschen, die zum Teil schon seit vielen Jahren bei uns leben, in den Kosovo zurückschicken.
Dagegen protestieren wir!

Vegetieren am Rande der Müllkippe
Im Kosovo erwartet die Abgeschobenen Elend und Perspektivlosigkeit. Ein Leben geprägt von Angst und Diskriminierung – häufig ohne Zugang zu Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung.

Jetzt aktiv werden! Engagieren Sie sich:
·    Schicken Sie eine
Protestmail an die Innenminister der Länder. Auf unserer Homepage können Sie mit einem Klick das Protestschreiben „Keine Abschiebungen ins Elend!“ an alle 16 Innenminister schicken.

·    Protestieren Sie mit einem
Foto. Ob alleine oder zusammen mit Bekannten und Verwandten, ob gemeinsam mit Freunden aus der ganzen Welt oder betroffenen Roma aus der Nachbarschaft – halten Sie Ihren Protest gegen die Abschiebungen auf einem Foto fest. Senden Sie dieses mit einer persönlichen Protestmail an den Innenminister Ihres Bundeslandes. Bitte senden Sie Ihr Foto ebenfalls an info@proasyl.de.

Erneuter Freispruch für Abschiebearzt (zweite Instanz)
Tod in Abschiebehaft Abschiebung eines Migranten der im Wetteraukreis lebte:

 Prozess zum Fall Mustafa Alcali - Tod in Abschiebehaft.

PRO ASYL Presseerklärung 
(Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge e.V.)


Presseerklärung

13. April 2010

Landgericht Frankfurt bestätigt Freispruch für den Abschiebearzt Heinrich W.:

Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht nicht hundertprozentige Ursache des Suizids

PRO ASYL: Die Frage nach der politischen Verantwortung stellt sich dennoch

Das Landgericht Frankfurt am Main hat heute die Berufung gegen den Freispruch im Fall des Facharztes für Psychiatrie Heinrich W. abgewiesen. W. hatte seine ärztlichen Sorgfaltspflichten – so nun auch das Landgericht – massiv verletzt, indem er den kurdischen Abschiebehäftling Mustafa Alcali nach einem einzigen Gespräch als nicht suizidgefährdet eingestuft hatte und es dabei nicht für nötig hielt, sich mit den Diagnosen der Ärzte, die Alcali zuvor mehrere Wochen behandelt hatten, ernsthaft auseinanderzusetzen. Alcali hatte sich später in der Zelle erhängt.

Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung sei Heinrich W. dennoch nicht zu machen, so das Landgericht. Voraussetzung hierfür wäre die hundertprozentige Ursächlichkeit des ärztlichen Fehlverhaltens für den späteren Suizid des Abschiebehäftlings. Einen von Heinrich W. in Gang gesetzten Automatismus, der zur Selbsttötung Alcalis hätte führen müssen, habe es nicht gegeben.

Wie in der Vorinstanz wurden in der Verhandlung eine Vielzahl von Kommunikations- und Organisationsmängeln der medizinischen Versorgung im hessischen Justizvollzug deutlich. Die trugen zum verhängnisvollen Ablauf und damit zur Entlastung W.s bei. So entschied ein in der JVA Frankfurt am Main-Preungesheim eingesetzter Arzt nach einem 5-Minuten-Gespräch, die Psychopharmaka, mit denen der Abschiebungshäftling vorher wochenlang behandelt worden war, plötzlich abzusetzen – ohne weitere Informationen eine medizinisch problematische und für die Erhöhung des Suizidrisikos bedeutsame Fehlentscheidung.

Eine Mitverantwortung für den tragischen Ablauf trägt aber auch die Justiz. Das Landgericht Hanau hatte sich nach der Rücküberstellung von Alcali aus der JVA Kassel in die JVA Frankfurt I mit der Frage der Rechtmäßigkeit der Inhaftierung Alcalis auseinanderzusetzen. Alcalis Rechtsanwalt hatte die Einholung eines Obergutachtens beantragt. Das Landgericht Hanau lehnte dies explizit unter Verweis auf die Eindeutigkeit der ärztlichen Stellungnahme des Kasseler Arztes ab. Dies war ebenso ein Verstoß gegen die obergerichtliche Rechtsprechung, nach der es sich für Richter verbietet, die begrenzte eigene Sachkunde an die Stelle ärztlicher Fachkunde zu setzen wie ein weiterer Beitrag dazu, dass Alcalis Situation vollends ausweglos wurde. Dem Oberlandesgericht liegt noch eine – sozusagen posthume – Beschwerde gegen diese Entscheidung vor, über die auch trotz des Todes des Häftlings zu entscheiden sein wird.

Das Landgericht Frankfurt hat ohne Zweifel rechtlich korrekt entschieden: Ohne hundertprozentige Kausalität keine fahrlässige Tötung. Was in den beiden mündlichen Verhandlungen vor dem Amtsgericht und vor dem Landgericht offenbar geworden ist, ist der Alptraum der psychiatrischen Mangelversorgung im hessischen Justizvollzug. Es stellt sich die Frage nach der politischen Verantwortung. Wichtige Diagnosen wurden offenbar nur nach dem Zufallsprinzip oder unvollständig weitergegeben, Verdachtsdiagnosen ohne Rücksprache zur Gewissheit erhoben. Der zum Tatzeitpunkt 79 Jahre alte Heinrich W. musste im Rahmen einer 12-Stunden-Stelle als Konsiliararzt de facto den gesamten psychiatrischen Sachverstand der JVA Kassel und ihrer Außenstellen vertreten. Er stellte dies in der heutigen Verhandlung vor dem Landgericht zwar als Überforderung dar, handelte jedoch selbstherrlich und fehlerhaft. Die vorbehandelnden Ärzte hielt er für eine Art „Gefälligkeitsgutachter“, sein eigenes Bild der Realität für die unumstößliche Wahrheit.

Heinrich W. wie die Richter der 3. Kammer des Landgerichts Hanau sind Symptome der politischen Krankheit Abschiebungswahn. Dass es immer wieder Ärzte gibt, die ohne ernsthafte Untersuchung von Menschen in Minutenschnelle Reise- und Abschiebungsfähigkeit diagnostizieren, dass es Richter gibt, die solchen Diagnosen begierig folgen und sich ärztliche Kompetenzen anmaßen, ist einem politischen Klima geschuldet, in dem tote Abschiebungshäftlinge und Tote bei Abschiebungen bloße Nebenwirkungen des politisch Gewollten sind.

Kontakt (PRO ASYL):
Tel. 069 23 06 95
E-Mail
presse@proasyl.de


Der original-Link zur Pro Asyl Presseerklärung
Dort weitere Informationen.
Antifa- und Flüchtlingslinks
Informative und interessante Links

Es hat wieder eine Abschiebung im Wetteraukreis gegeben. Zwei Interviews dazu kann man beim Jugendnetz Wetzlar abrufen.
Dort gibt es außerdem Infos über antifaschistische Aktivitäten im Raum Wetzlar:
http://www.jugendnetz-wetzlar.de/jnw3/news.php

Auch in Butzbach gibt es wichtige Neuigkeiten und antifaschistische Aktivitäten in allernächster Zeit. Dazu folgender link zur antifabi:
www.antifa-bi.de
Zertifikate für 18 Integrationslotsen
IntegrationslotsenZertifikate für 18 Integrationslotsen nach Qualifizierungsmaßnahme

Nach knapp einem halben Jahr und 10 zum Teil ganztägigen Modulen erhielten jetzt 18 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Friedberg und dem Wetteraukreis im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Anwesenheit von 1. Kreisbeigeordneten Oswin Veith und Bürgermeister Keller ihre Ausbildungszertifikate....


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Die Gruppe der Integrationslotsen nach der Übergabe der Zertifikate, zusammen mit Politikern, Organisatoren sowie Mitgliedern des IZF

Bitte unter >>Mehr Lesen<< klicken...
Aktion Bleiberecht jetzt
Pro Asyl - Aktion Bleiberecht jetzt
 
Über 60.000 Menschen leben seit mehr als sechs Jahren nur geduldet in Deutschland – immer in Angst vor der Abschiebung. Weitere 30.000 haben nur ein Bleiberecht auf Probe. Ihnen droht Ende 2009 der Rückfall in die Duldung. Die neue Bundesregierung muss handeln. Pro Asyl appelliert: Wer lange hier lebt, muss bleiben dürfen!
 
Europa muss Flüchtlinge schützen

Tausende Flüchtlinge sterben an Europas Grenzen, werden völkerrechtswidrig zurückgewiesen oder unmenschlich inhaftiert.  Deutschland schiebt die Verantwortung an die Außenstaaten der EU ab. Pro Asyl fordert: Mehr Solidarität bei der Flüchtlingsaufnahme unter den EU-Staaten, mehr Humanität gegenüber Schutzsuchenden. Völkerrechtliche Schutzstandards müssen eingehalten werden.
 
Jetzt sind Sie am Zug! Engagieren auch Sie sich zusammen mit PRO ASYL und unterstützen Sie unsere E-Mail-Aktion

 
„JETZT (VER)HANDELN: SCHUTZSCHIRM FÜR FLÜCHTLINGSRECHTE!“

Fordern Sie eine menschenrechtskonforme Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa.
 
Spendenkonto: Konto-Nr. 80 47 300, Bank für Sozialwirtschaft Köln BLZ 370 205 00
Umsetzung der "Save Me" Kampagne

Umsetzung der "Save Me" Kampagne

Liebe Leserin, lieber Leser,

Verfolgung, Krieg, Not und Gewalt - jedes Jahr zwingen existenzielle Gefahren Menschen zur Flucht. Dennoch finden viele keinen Schutz: In den Nachbarstaaten des Irak fristen seit Kriegsbeginn hunderttausende Flüchtlinge ein angstvolles, schutzloses Dasein ohne Perspektive. Staaten wie Syrien, Jordanien oder Türkei sind mit der Vielzahl der Flüchtlinge überfordert. Und zurück können die Flüchtlinge auch nicht.

Die 2008 von Bund und Ländern einmalig beschlossene Aufnahme von 2.500 Irakflüchtlingen geht in diesen Tagen zu Ende. So wichtig und gut sie für die Betroffenen war, sie bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn weiter nichts geschieht.

Der UN-Flüchtlingshochkommissar erwartet von Deutschland schon lange die Beteiligung am Flüchtlingsaufnahmeprogramm der Vereinten Nationen. Die EU-Kommission strebt ein gemeinsames Aufnahmeprogramm an.

Doch die Koalition aus CDU/CSU und FDP handelt nicht.

Schreiben Sie an Bundesinnenminister de Maizière! Appellieren Sie an ihn, ein kontinuierliches Flüchtlingsaufnahmeprogramm in Deutschland einzurichten.

Wir haben ein Schreiben für Sie vorbereitet.... 
Sie finden den gesamten Artikel unter >>Mehr Lesen<<
Aktuelle Rechtsgrundlagen Bleiberecht 2010
Checkliste für eine Härtefalleingabe auf der Seite des Hessischen Flüchtlingsrates
http://www.fr-hessen.de/aktuelles/Rat_Haertefalleingabe.pdf

Infos zur Handhabung der Altfallregelung in Hessen /Link beim hessischen Flüchtlingsrat
http://www.fr-hessen.de/Erlasse/2009-12-15_Umsetzung-IMK%20Altfallregelung.pdf

Aktuelle Hinweise 12.01.2010
von Timmo Scherenberg,  HESSISCHER FLÜCHTLINGSRAT
Die IMK-Anschlussregelung zum §104a

http://www.fr-hessen.de/aktuelles/2010-01-12_Anschlussregelung_der_IMK.pdf
Schutzschirm für Flüchtlinge
Innenministerkonferenz hat Verlängerung des Bleiberechtes beschlossen

Das Bleiberecht für geduldete Ausländer in Deutschland wird um zwei Jahre bis Ende 2011 verlängert. Darauf einigten sich die Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer Herbsttagung in Bremen.
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), sagte am Freitag, die Verhandlungen seien nicht leicht gewesen. «Ich bin aber froh, dass wir es nun geschafft haben, am Ende alle zu vereinen«, fügte Mäurer hinzu. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte zu der Einigung: «Sie gibt Klarheit für alle Betroffenen.»

Die Innenminister verlängerten damit die seit 2007 geltende sogenannte Altfallregelung, nach der derzeit etwa 30 000 Ausländer mit einer bis
31. Dezember 2009 befristeten Aufenthaltserlaubnis auf Probe in Deutschland leben. Wer bis zum Jahresende keinen Job nachweisen kann, wäre ohne die nun vereinbarte Anschlussregelung in den unsicheren Rechtsstatus der Duldung zurückgefallen und hätte eine Abschiebung befürchten müssen.

Neu ist, dass neben der Verlängerung auch diejenigen eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, die eine Schul- oder Berufsausbildung machen oder mindestens eine Halbtagsbeschäftigung nachweisen können beziehungsweise sich ernsthaft um eine Beschäftigung bemühen. Alle weiteren bisherigen Regelungen bleiben erhalten. So gilt die Regelung etwa nur für Flüchtlinge, die zum
1. Juli 2007 acht Jahre in Deutschland waren. Bei Familien mit minderjährigen Kindern sind es sechs Jahre.

Mit dieser Fortführung wird das Problem der Verfestigung des Aufenhalts von langfristig im Bundesgebiet lebenden Ausländern um zwei weitere Jahre verschoben. Wie erfolgreich die Neuregelung sein wird, ist von den Ausnahmen für die Lebensunterhaltsdeckung abhängig. Letztlich wird sich auch nach Ablauf weiterer zwei Jahre die Frage stellen, was mit den Ausländern gemacht werden soll, die nicht von der Bleiberechtsregelung erfasst werden. Hier werden viele ein Aufenthaltsrecht über das humanitäre Aufenthaltsrecht in Verbindung mit Art. 8 EMRK erlangen, sofern sie sich in die hiesigen Lebensverhältnisse integriert haben und keine entgegenstehenden Belange von einigem Gewicht (z.B. Straftaten) vorliegen.

Geschrieben von: Dr. Klaus Dienelt

Grundlagen: Der Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention siehe unter "Mehr lesen"
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